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WUNDERLAND

WUNDERLAND    (text s.cornella)

 

Das Lieblingsbuch der Lisa war,

für wahr ein tolles Werk,

die Alice aus dem Wunderland,

das hat sie sehr begehrt.

 

Die Eltern ihr es mitgebracht,

das dicke, schwere Buch,

doch baldig fand sie's nicht mehr schön,

kam aus dem Buch Besuch.

 

Der Hase aus dem Wunderland,

in keiner Nacht sehr nett,

der hoppelt durch das Zimmerlein,

direkt in Lisas Bett.

 

Die Angst im Laken ohne Scham,

der Hase tut ihr weh,

er hat die rote Stoppuhr bei,

im Haar der grüne Klee.

 

Die Stoppuhr auf dem Nachttisch ruht,

er flüstert ihr in's Ohr,

erst wenn die Uhr zu Ende tickt,

renn zu den Eltern vor.

 

Und als der Hase fertig ist,

zurück im Wunderland,

das Kinde rennt an Mutters Bett,

und zieht ihr an der Hand.

 

Mutter hör, und Vater auch,

so höret mir mal zu,

der Hase kommt in jeder Nacht,

egal was ich auch tu.

 

Er fasst mich an, er bringt mir Leid,

er tut mir schrecklich weh,

er kommt aus diesem Wunderland,

er stielt den grünen Klee.

 

Der Vater und die Mutter dann,

ach' Kind'chen zähl' die Schaf,

das hast du sicher nur geträumt,

nun geh' und finde Schlaf.

 

Die kleine Lisa weint im Bett,

für viele Nächte Schmerz,

ach' liebe Eltern, glaubet mir,

der Hase ist kein Scherz.

 

In jeder Nacht hüpft er in's Nest,

das Kind schon baldig krank,

die Mutter macht sich Sorgen nun,

das Kind so furchtbar rank.

 

Der Vater glaubt nicht an die Lüg',

das Kind ist doch verrückt,

ein Hase der durchs Zimmer hüpft,

und von dem Beete pflückt.

 

Die Mutter nach dem Grunde sucht,

der Vater wahrlich kaum,

die Mutter will nichts finden recht,

zu stell'n den bösen Traum.

 

Doch Tage später, jemand tot,

die Lisa jedoch nicht,

voll Abscheu steckt ein Messer tief,

in Vaters Ungesicht.

 

Die Mutter diese Tat vollbracht,

denn unter Vaters Kissen,

fand sie etwas Schreckliches,

und brachte ihr das Wissen.

 

Die Mutter weint ums liebe Kind,

sie stützt sich an die Wand,

die Hasenmaske ihres Gatten,

zitternd in der Hand.

 

ENDE

 

 

 

 

 

 

 


Avatar sascha

Geschrieben von sascha [Profil] am 11.06.2012

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Kommentare und Punkte zu diesem Gedicht

 gelo 11.06.2012, 16:42:29  
Avatar geloheftig - aber sehr gut beschrieben - vor allem gefllt mir, dass die mutter hier nicht die augen zugemacht hat, das kind doch irgendwann ernst genommen hat, die selbstjustiz allerdings - das ist nicht mein ding - obwohl in so einem fall???? - ich wei nicht wie ich da reagieren wrde. hast die geschichte sehr gut aufgebaut - gut zu lesen und macht auch sehr nachdenklich gelo

 sascha 11.06.2012, 16:49:30  
Avatar saschadanke dir vielmals, ich wsste auch nicht wie man da am besten reagieren sollte, aus der Sicht der Mutter kann man es aber sicher nachvollziehen.

 HB Panther 11.06.2012, 17:03:58  
Avatar HB PantherIch sehe es diesmal nicht so hart!!! Selbstjustiz?? Was soll das arme mdchen den machen, wenn ihr keiner glaubt?? Sowas ist bestimmt schon in unserer welt geschehen und ich sehe keine snde in dem was das mdchen gemacht hat! Ein wundervolles gedicht, seltsam diesmal sehe ich es berhaubt nicht schlimm?!

 sascha 11.06.2012, 17:19:25  
Avatar saschaDanke sehr Tamer, eig. hat die Mutter den Vater umgebracht weil sie ja die Maske unter seinem Kissen gefunden hab. musst du nochma drber gucken :) und ja, ich denke dieses mal siehst du es nicht so hart weil es einen nachvollziehbar, Menschlichen Grund fr den Mord gibt. Und ich finde, wenn man ein wehrloses Kind zerbricht, ist es eine Tat die bestraft werden muss!!! danke tamer und LG

 gelo 11.06.2012, 17:56:15  
Avatar geloja, du hast recht - aus der sicht der mutter ist es eigentlich nur logisch, schwieriges thema - strafe und zwar hart, das sehe ich auch so - mach einfach weiter mit deinen themen - bin schon gespannt auf das nchste lg. gelo

 HB Panther 11.06.2012, 18:06:23  
Avatar HB Pantherachso sorry , dann habe ich es diesmal nicht sorgflltig gelesen, bitte verzeih!! Ich dachte das kleine kind, htte es aus angst getan! Ein kind ist nhmlich unschuldig! Da es jetzt die mutter getan hat, ist es so, das ich es verstehe, aber der richtige weg whre meiner sicht nach ein anderer weg gewesen....da es gottseidank nur ein gedicht ist, sage ich dir nochmal, sehr gut geschrieben!!!

 sascha 11.06.2012, 19:07:44  
Avatar saschadanke lieber Panther, sehr erfreut!!! ein anderer Weg whre natrlich der richtige, aber wer macht schon alles richtig, emotionen stehen bei weitem ber Sinn und Verstand. so ist er, der mensch, wenn er selbst zum gesetz wird, weil er wei das die strafe des allgemeinen gesetzes zu mild ausfallen wird. LG an euch beide! danke euch

 schwarz/weiß 11.06.2012, 20:46:14  
Avatar schwarz/weißEs ist schon alles auch in meinem Sinn gesagt, schliee mich an,gehe mal den Nasssauer Weg

 arnidererste 11.06.2012, 20:58:12  
Avatar arniderersteDas Kind ist hier das Opfer und ber der Mutter hat niemand das Recht zu richten, auch wenn Selbstjustiz zu recht verboten ist. Wenn ich Richter in so einen Fall sein wrde,wo die Mutter sich verantworten mte. Ich wrde sie Frei sprechen. Das Thema hat ein sehr harten Bezug zur Realitt und so hast du es auch umgesetzt. Dein Gedicht mte ( nach meiner Meinung ) in die Internationale Presse. 5pkt glg arni

 sascha 11.06.2012, 21:08:40  
Avatar saschadanke s/w, danke arni. wrde ich auch so machen wenn ich Richter wre.

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