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Herbstmorgen in den Bergen

Herbstmorgen in den Bergen.

Nebelwolken liegen noch in den Tälern,
die Spitze der Dorfkirche schaut aber schon heraus
und wird von den ersten Sonnenstrahlen erwärmt.

Die Glocken der Kühe auf den Wiesen wetteifern mit dem aufkommenden
Sing-sang der Vögel in den Büschen.

Tautropfen an den Gräsern funkeln diamentengleich im Sonnenlicht.
Spinnennetze hängen wie nasse Schwämme in den Zweigen und der fortziehende Nebel löst sich, einer Feengestalt gleich, verwehend im Morgenlicht.

Ein Morgen in den Bergen hat etwas Besonderes, hier lebt nach das Urige, welches über viele Generationen erhalten wurde.

Der alte Hof mit dem Schindeldach, viele der Schindeln sind schon an den Kanten ausgebrochen, aber das Dach hält dem Wetter immer noch stand.
Dort steht auch noch der Backofen, rußgeschwärzte Feldsteine, eine schon rostige Feuerklappe, der verbogene Schürhaken...und, und und.

Die alte Bank vor dem Haus, mit ihren morschgewordenen Brettern, könnte viel erzählen.
Jetzt liegt der Hof im Sonnenlicht.
Die Bäuerin kommt mit einen Krug kühler Milch, Brot, Butter und Käse und stellt alles vor mir auf den Tisch.
Sie lacht und wünscht mir "Einen Guten Tag", fragt, ob ich noch zum fernen Gipfel aufsteigen will.
Nein, das wollte ich nicht, aber hier, auf der alten Bank, versinke ich in Träume.

Es ist nicht nur ein Tag, nein, es ist eigentlich ein ganzes, langes Leben, welches an mir vorüber zieht.

Ein Herbsttag in den Bergen schenkt Ruhe und Besinnlichkeit, es ist wie der Eingang in eine ganz andere Welt, man muss sie nur verstehen.


Der Herbst zieht ein
in Wald und Flur,
er öffnet unsere Herzen weit,
der Gott der Welt
ist die Natur,
viermal im Jahr ist er bereit,
zu zeigen seine Dienstbarkeit,
im Frühling, Sommer,
Herbst und Winter.

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Geschrieben von Twiddy4you [Profil] am 17.09.2015

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