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Nachtschatten

Alleine im Haus,
der Schatten läuft,
die Balken knarren,
ich sollte hier raus.

Es flimmert und jammert,
seht nur die Flammen
sie jubeln und seufzen
welch Höllen sie entstamm´.

Die eine Taste ich drück´,
ist die Hölle nur schwarz
nur ein Bildschirm
lässt Stille zurück.

Die Flammen gebändigt,
doch schnell wird es klar:
Das Haus ist noch leerer,
als vorher es war.

Die Fenster,
bei Tag die Tore zur Welt,
zeigen dir Wahrheit,
sie spiegeln dich selbst.

War nicht dort
ein Huschen,
ein Rascheln,
ein Schatten- nun fort?

Und drüben,
wo das Licht nicht scheint,
schien nicht die Fratze
mich in Ruhe zu üben?

Die eine Taste ich drück´,
ist die Fratze schön bunt,
nur noch ein Bild,
lässt Zweifel zurück.

Und erhellt auch nun
ein Licht diesen Ort,
vermag ich nicht zu denken
an das Dunkel dort.

Egal wo Licht,
gibt immer auch Schatten.
Es reiche nicht,
zu verscheuchen die Ratten.
Eine bleibt immer
und sei’s tief in mir drin,
mein Kopf, mein Gedanke
macht alles nur schlimmer.

Hörst nicht,
wie‘s regt hinter jener Tür?
Ein Kratzen und - Da! -
was die Klinke bewegt!

Es scharrte
und langsam senkt sich der Stahl,
ein Blinzeln, ganz langsam-
Fantasie ist auch Qual!

Welch’ Glück,
dass neben meiner wahren Selbst,
das Tor zur Welt
langsam Farben erhelllt.

Ein Streifen mischt sich
mit meinem blassen Gesicht,
eine Wärme erfüllt mich
und schenke mir Licht.
Langsam erhebt sich
die Welt aus den Schatten,
lässt Gedanken erwachsen,
die lang‘ wir nicht hatten.

Die Einsamkeit weicht,
die Furcht vor dem Raum,
das Trauma der Nacht
war doch nur ein Traum?





Avatar Athene

Geschrieben von Athene [Profil] am 23.03.2020

Aus der Kategorie Sonstige Gedichte



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Tags (Schlagwörter):

Nacht, Unheimlich, gruselig, Morgengrauen, Einsamkeit, Traum, Fantasie

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Kommentare und Punkte zu diesem Gedicht

 Rob de Roy 23.03.2020, 09:44:36  
Avatar Rob de RoyGefällt mir sehr gut!

 schwarzaufweiß 23.03.2020, 13:38:53  
Avatar schwarzaufweißDiese Zeilen sind angenehm zu lesen. lg.

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