>
>
Gedicht drucken


Ritzen

Es tut weh.
Aber ich schreie nicht,
auch wenn es noch so sehr schmerzt.
Ich schreie nicht.
Lies was da steht,
eingeritzt in mein Herz:

Ich war noch niemals richtig frei,
frei von mir selbst.
Frei von der Trauer, die ich
antreffe, lehne ich mich zu weit
aus dem Fenster. Du lebst,
doch tu ich das nicht.
Ich leb, aber nicht wirklich.

Weil ich mit Schmerz lebe,
der nicht schreibar ist.
Weil ich kein Glück fühle,
das Glück, was du bist.
Was du sein solltest,
doch gar nicht bist,
Was du sein solltest,
aber immer wieder vergisst.

Deswegen tu ich das schon wieder,
eine Blutspur entlang meines Beines,
Schritte - ich verstecke die Klinge.
Meine Mutter fragt: Wieso weinst du denn, Kleines?
Ich wünschte, sie könnte verstehen,
Ich sag : Liebeskummer.

Sie dreht sich um, will wieder gehen,
ist sowieso wieder dieselbe Nummer.
Ich würde weinen und stammeln
und sie wird nicht’s erkennen.
Mein Schmerz wird sich ansammeln,
wird sich in’s Herz einbrennen.

Kein Happy-End, keine Musik, die mir sagt:
Es ist vorbei, hab’ doch keine Angst mehr!
Ich wollt’ ein Happy-End bauen, doch hab ich versagt.
Es gibt für mich einfach keine Rückkehr.


Avatar Trani

Geschrieben von Trani [Profil] am 09.11.2009

Aus der Kategorie Sonstige Gedichte



Logo Creative Commons
Dieses Werk ist durch die Creative Commons Lizens geschützt. Bitte bachte die Rechte

Dieses Gedicht oder ein Kommentar enthält anstößige Wörter oder Beleidigungen?

Tags (Schlagwörter):

Noch keine Tags vorhanden. Wenn du dieses Gedicht geschrieben hast, kannst du selber Tags hinzufügen.

Bewertungen

3 Punkte
Punkte: 34 bei 9 Bewertungen. Das Entspricht im Durchschnitt 3.78 Punkte
(Punkte können mit einem neuen Kommentar vergeben werden.)

Anzahl Aufrufe: 3284


Dieses Gedicht teilen


Kommentare und Punkte zu diesem Gedicht

 Araya 10.11.2009, 19:55:39  
Avatar ArayaEs ist sehr gut geschrieben, als ich es gelesen habe hatte ich Mitleid mit dieser Person in deinem Gedicht.

 jule0001@gmx.de 18.11.2009, 14:09:48  
Avatar jule0001@gmx.dedas ist sehr schön. ich würde nur einen anderen titel nehmen, er wirkt so abschreckend. vielleicht schmerz oder es tut mir nicht weh oder so ? weiter so^^

 Trani 24.11.2009, 16:59:36  
Avatar Tranidanke für eure Kommentare! @jule: ich habe lange überlegt, bis ich diesen titel nahm. ich finde, ritzen ist ein thema, das sogar leute interessiert, die nie etwas damit zu tun hatten und in ihrem freundeskreis nie solches passiert ist, deswegen habe ich mein gedicht geradeheraus 'ritzen' genannt.

 Sally 14.12.2009, 00:00:15  
Avatar kein BildBei der 1. Strophe, fand ich`s ganz gut, aber in der 2 Strophe hast du das erste x gepatzt. Du springst total aus der Metrik. Du stolperst von einem Gedanken zum anderen & kannst es aber nicht in die richtigen Worte fassen!!! Die 3. Strophe hat mich wieder hoffen lassen, aber leider zu unrecht. Denn die 4. 5. und 6. Strophe ist der absolute Flop! Es klingt wie eine Geschichte, mit "einigen" Reimen, aber keineswegs, wie ein Gedicht! Schau dir noch x die erste und dritte Strophe an, und versuch den Rest ähnlich hinzubekommen...dann bist du auf dem richtigen Weg! Ich denke, dass jule 0001 recht hat, was den Titel betrifft. Du solltest ihn ändern!!! Autoaggressives Handeln (= Ritzen) ist ein krankhaftes Tun und einige Menschen schreckt es ab & Andere (insbesondere Jgdl.) animiert es, dem gleich zu tun, da ja aus dem "Gedicht" hervorgeht, dass die Person, die sich so gefangen und leblos fühlt, zur Klinge greift und das auch mehrfach schon getan hat, und sich Schmerzen damit zufügt um den inneren Scmerz weniger wahrzunehmen oder sogar loszuwerden. Das ist ein Teufelskreis, aus dem nicht so leicht rauszukommen ist. Ich denke, es gibt andere, bessere Wege, um innerl. Schmerz loszuwerden!!! MICH MACHT DAS "GEDICHT" NUR WÜTEND!!!

Kommentar schreiben und Punkte vergeben

Bitte melde dich ganz oben auf der Seite an um einen Kommentar zu schreiben und Bewertungen zu vergeben

Andere Gedichte von Trani

Hellstes Licht
Es war uns Ende
Abbild
Stay forever
Du hast's doch anders nicht gewollt.
Was wär.
Ein Herzschlag
Große Schwester
Werde ich einmal Künstlerin...
Scherbenhaufen im Wald

Die beliebtesten Gedichte:

Wie eine Rose...
Unausweichlich Tod
Unerreichbare Liebe
Er liebte mich einfach nicht
Farben der Rosen...
Kraniche
Verwirrte Worte
Das Blatt
Wer Sehnsucht kennt...
Im Regen

Die neusten Gedichte:

Die Erleichterung
Ausbeutung
Zeit vergeht
Mein Fenster
Herz aus Stein
Das Krokodil
Kalte Nächte
> Schellen <
Zarte Laternchen
> Leises Land <

Oft gelesene Gedichte:

Ich liebe Dich mein Schatz
Danke an unsern Lehrer!!
Für meinen Schatz
Für meine Schwester
Für mein Schatz
Meine Oma
Hab Dich Lieb Mama
Ich Denke an Dich...
Für einen ganz Besonderen Menschen
Mein Bruder