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In Stille vereinsamt

Die Welt ummantelt ein Gewand
In dem sich auch mein Herz befand.
Von Nyx vereinnahmt ist die Seel'
Als unausweichlicher Befehl.

Der tödlichen Ruhe ein Weg.
Die Stille ist kein Privileg.
Denn Einsamkeit kriegt Macht durch Qual
Durch der Entfernung Ideal.

An jenem Tag wo keiner spricht
Erlischt die Kraft des Sonnenlichts,
Zerbricht die Hilfe vom Cherub
Und schwindet schnell des Davids Mut.

Wer Ruh will schreit "Silentium"
Und macht durch Lärm die Menschen stumm.
Mit weißer Folter kommt die Not.
Die längste Stille ist der Tod.

Ist niemand da steht zwar der Mond
Am Himmel, wo er nächtlich thront.
Doch auch nicht sprechen kann sein Schein.
In Stille heißt vereinsamt sein.


Juli 2021, von Julius Stockheim (18)

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Geschrieben von juliusstm [Profil] am 24.10.2021

Aus der Kategorie Traueranlässe



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Tags (Schlagwörter):

Stille, Ruhe, still, Leise, traurig, Trauer, Einsamkeit, tod

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Kommentare und Punkte zu diesem Gedicht

 Vincentthaler 27.10.2021, 12:54:17  
Avatar kein BildDu schreibst so viel Trauriges… aber auch SO gut! Bin immer mehr beeindruckt…

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