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Verklungene Uhr!


Im alten Raum stand die Luft. Sie war durchzogen mit muffigen Duft. Durch ein kleines Fenster brachen sich Sonnenstrahlen und erhellten die Holzdiele.
Die Frau stand sehr berührt. Es war lange her als Mutter hier nach Familiensinn strebte.
In der Wohnzimmerecke stand tatsächlich noch die alte Uhr. Sie schlief unter einer dicken ,grauen Staubdecke.
Eine bemalte Kommode trotzte der Zeit in einer dunklen Ecke. Sie hütete damals vertraute Dinge.

Durch die geöffnete Tür zum Garten sah sie in Gedanken Vater Holz sägen. Er lächelte ihr zu.
Die Frau stand noch eine Weile. Dann löste sie sich aus ihrer Befangenheit und wollte gehen. Endlich konnte sie nach langer Zeit Abschied nehmen von ihrem Elternhaus. Das war damals nicht mehr möglich gewesen in den Kriegswirren.
Still trat sie aus dem maroden Haus und drehte sich nicht mehr um als sie ging.

Bernd Tunn - Tetje

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Geschrieben von tetje [Profil] am 04.05.2021

Aus der Kategorie Sonstige Lyric



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Kommentare und Punkte zu diesem Gedicht

 possum 05.05.2021, 00:39:49  
Avatar possumDanke lieber Bernd für deine stets tiefsinnigen Werke, ich halte stets gerne eine Weile an, liebe Grüße!

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