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Vierundsechzig Felder Krieg

 

 

 

Vierundsechzig Felder Krieg

Ein Golem wird aus kaltem Stein gebrannt,

Ja, Schachfiguren lässt man so entstehen.

Geformt von Hand, als Fürstentum erkannt,

Wird frei ein Spielfeld, neues Land ersehen.

 

Fein bemalt, hier schwarz, dort weiß, wie edel;

Solch starre Krieger scheinen ausgedacht …

Aber bald, bald nagt es an jedem Schädel –

Zug um Zug werden Schlachten dargebracht.

 

Die Gangart ist präzise, schier minutiös,

Weiß beginnt, so steht es festgeschrieben.

Der Bauernsturm macht alle Welt nervös,

Er wird vom Hass und Völkermord getrieben.

 

Die Dame raubt dem Läufer jede Kraft,

Und alle Türme stehen unberührt;

Was Uneinsichtigkeit hier schnell erschafft,

Hat manchen Geist zum Fehlurteil verführt.

 

Gar tollkühn stellt man Fallen ohne Rast,

Ein Feindesfehler wird jetzt gern ersonnen –

Im Gedanken ward der letzte Zug verpasst –,

Schachmatt, der schwarze König hat gewonnen.


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Geschrieben von wandererohneschatten [Profil] am 22.03.2012

Aus der Kategorie Sonstige Gedichte



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