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Wonach riecht das Meer?

Wonach riecht das Meer?
Nach Salz und Wasser und nach Tang.
Und so dachte ich minutenlang,
daß dies eine gute Antwort wär.

Doch mein Herz suchte nach mehr.
Da brachte der Wind mir einen Duft.
Erinnerung und Heimat lagen plötzlich in der Luft
und ich liebte diese Worte sehr.

Dann ließ ich meine Gedanken schweifen.
Sie fanden Sehnsucht, Fernweh, Abenteuerlust.
Und nun, mein Herz? Hast du's gewusst?
Kannst du die Größe noch begreifen?

Ich war so stolz, ich armer Tor,
auf jedes bedeutungsschwere Wort.
Doch suchte und fand ich sie am falschen Ort-
Das Meer ist gewaltig - nun steh' ich stumm davor.

Wie fern von dir bin ich gewesen,
wie wenig habe ich verstanden!
Nicht Worte warn's, die uns verbanden,
die nur der Kopf und nicht mein Herz gelesen.

Erst wenn ich dich atme, rieche, schmecke,
wenn es in mir keine Frage nach dir gibt,
weil meine Seele alles an dir fraglos liebt
und ich dein Salz von meinen Lippen lecke,

dann weiß ich: du bist nicht HABEN, sondern SEIN.
Du riechst nicht, schmeckst nicht - nein, du BIST!
Ich frage nicht mehr, was es ist.
Ich bin mit Haut und Haaren dein.


Avatar Verdichter

Geschrieben von Verdichter [Profil] am 19.01.2021

Aus der Kategorie Sonstige Gedichte



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Tags (Schlagwörter):

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Kommentare und Punkte zu diesem Gedicht

 possum 19.01.2021, 21:39:17  
Avatar possumLiebe Verdichter, ein wunderschönes Werk, es macht Freude hier eine Weile zu verbringen. ps. ich vermisse euch Alle auch sehr, aber die Zeit rennt mir immer davon und hier schreibt ja kaum Jemand Komments,da geht es schnell mit Einstellen ... schön, von dir zu lesen! Ganz liebe Grüße!

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