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Zum Todestag von Friedrich Schiller

Am 9. Mai 1805 verstarb Friedrich Schiller in Weimar. Er wurde 46 Jahre alt. Schiller gehört bis heute zu den prominentesten deutschsprachigen Dichtern.

1720: es brodelt im heutigen Europa. Die Menschen streben nach Wissen, nach Aufklärung. Die Gesellschaft sucht nach Antworten. Die Zeit des luxuriösen Lebens der Fürsten auf Kosten der Bevölkerung wird hinterfragt. So kann es nicht weitergehen.

In die Epoche der Aufklärung wird am 10. November 1759 Johann Christoph Friedrich von Schiller geboren. Seine Kindheit verläuft nicht ganz untypisch für diese Zeit. Umgeben von fünf Schwestern ist Schiller der einzige Sohn der Familie. Gegen seinen Willen muss er die Militärakadmie besuchen. Schiller leidet. So ganz scheint er noch nicht zu wissen was aus ihm werden soll. Er wechselt sein Studienfach von dem Rechtsstudium zur Medizin um Militärarzt zu werden. Doch die Leidenschaft für Literatur war bereits geweckt. Es las bereits Werke der Sturm und Drang Zeit und Gedichte von Klopstock. 

Erste eigene literarische Erfolge gelangen Schiller mit seinem Theater- und heute weltbekannten Stück: Die Räuber. Das 1781 anonym gedruckt und 1782 uraufgeführt wurde. Vor allem das junge Publikum war begeistert. An anderer Stelle sorgt das Stück für Unruhe. Ein Konflikt spitzt sich zu unaufhaltsam zu und Schiller muss Stuttgart verlassen.

Über Umwege gelangt Schiller nach Jena wo er eine Professur der Philosophie annimmt. Zu seinem Entsetzen vorerst ohne Bezahlung. Doch der Zuspruch der jungen Studenten ist beeindruckend. Schillers Hörsaal platzt aus allen Nähten. 

Glück im Spiel - Pech in der Liebe trifft nicht auf Schiller zu: In dieser erfolgreichen Zeit hielt er um die Hand von Charlotte an. Die Ehe hielt bis zu seinem Tod. Charlotte war es auch die ein Treffen der großen Meister einfädeltet. Goethe und Schiller aus Skepsis wird Freundschaft. Aus Freundschaft entsteht ein Schaffenskunst die ihres Gleichen sucht. Die anfängliche Konkurrenz-Situtation der beiden Jahrhundert-Dichter hält lange an. Doch die Gemeinsamkeiten überwiegen. 

Die Freundschaft wird so innig, dass Goethe nach Schillers Tod in ein tiefes Loch fällt. 

Zusammen arbeiten Goethe und Schiller an der Zeitschrift die Horen. Das alles noch aus Jena mithilfe eines regen Briefwechsels. Erst 1799 zog Schiller mit seiner Familie nach Weimar. Diese Zeit geht in die Geschichte ein. Noch heute hat diese Epoche ihren eigenen Namen: die Weimarer Klassik. Werte wie Toleranz, Humanismus aber auch der Einklang von Mensch und Natur prägten diese Epoche. In Weimar findet Schiller auch die Zeit um Werke wie sein Drama Maria Stuart und die Jungfrau von Orleans zu vollenden. 

Schiller litt sein Lebenlang an teilweise schweren Krankheiten. Im Alter erkrankte immer häufiger. Eine Lungenentzündung führte dann 1805 zu seinem Tod.