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Todesnacht

Es ist wie in jeder finsteren Nacht.
Einsam geht sie durch die leeren Straßen.
Das Licht der Laternen scheint auf den Asphalt.
Durch ihr schwarzes Gewand fällt sie kaum auf zu dieser Tageszeit.
Sie trägt einen Umhang, der ihr gleichfarbiges schwarzes Kleid darunter verschwinden lässt.
Ihr zartes Gesicht ist unter ihrer Kapuze verborgen.
Es ist kein Lächeln auf den Lippen, stattdessen laufen ihr Tränen über die Wangen.
Sie lebt ein Leben, das sie nie leben wollte.
Ein Leben voller Dunkelheit, Trauer, Schmerz und Leere.
Und ein Leben ohne Liebe.
Wie sollte sie auch anders?
Man hat ihr das Leben genommen.
Und somit auch alles Schöne dieser Welt.
Man hat sie in die Finsternis verbannt.
Nach dem sie eine Weile gegangen war, steht sie vor einem großen Tor.
Sie öffnet es. Die Tür quietscht schmerzlich in ihren Ohren.
Die junge Frau betritt leise den Friedhof.
Der Nebel schleicht sich um sie und der kalte Wind streichelt leicht über ihr Gesicht.
Sie spitzt die Ohren.
Einen Eulenruf nimmt sie wahr.
Über ihr breiten einige Krähen ihre Flügel aus und fliegen dem Vollmond entgegen.
Dann hört sie ein weiteres Geräusch: Schritte.
Plötzlich ist es ruhig.
Mit einer blitzartigen Geschwindgkeit geht sie auf denjenigen zu,
der sich hier nachts auf dem Friedhof herumschleicht.
Als sie hinter dem Etwas steht, nimmt sie dessen Geruch wahr.
Ein Mensch. Ein Mensch aus Fleich und Blut. Strömendes, warmes Blut.
Es ist ein Mann. Groß und stark gebaut. Er passt direkt in ihr Beuteschema.
Doch das ist ihm noch nicht klar.
Sanft streichelt sie mit ihren Lippen über seinen Hals.
Sie spürt, wie er eine Gänsehaut bekommt.
Als ihre Eckzähne herovrstechen, beißt sie zu
Sie saugt nicht nur die Seele aus ihm, sondern auch den letzten Tropfen Leben..


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Geschrieben von Arebina [Profil] am 07.04.2012

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