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Wie die Schwalben

 

Ist das Leben nicht schön?

Täglich da seh ich die Schwalben,

die schweigend die Winde begleiten,

und meine Gedanken verteilen.

 

Ist das Leben nicht weit?

Riesig erscheint mir die Straße,

die läuft mit Vergnügen , all Sorge

verliert sich in Heiterkeits Phrase.

 

Ist das Leben nicht groß?

Häufig da fühl` ich es lasten,

allein wär es kaum zu ertasten,

doch gemeinsam erträgt´s sich das Los.

 

Aber ist das Leben nicht schrecklich?

Man kämpft und nur selten verträgt´s sich,

verliert sich in Masse und Flagge,

und Schädel verzehrt man zur Klage.

 

Man hungert, verläuft sich im Blendlicht,

man wittert, verwitwet und zerbricht,

man spricht über´s anderen Gesicht

und erblindet in weltlicher Sage.

 

Man streitet weit mehr als die Not bringt,

man flüchtet in Glauben und Hoffen,

man weint bis die Welt darin ertrinkt

und leckt jeden kostbaren Tropfen.

 

Doch was wär`s denn ohne die Leiden,

denn nur sie erlauben uns Glück,

drum verfaulet und werdet zu Heiden,

zerstört und werdet verrückt!


Ich rufe euch auf euch zu fressen,

die Ketten im Magen zersetzen,

und frei von all dem Ballast,

euch in die Welt hinaus hetzen!

 

Lobet und preiset die Dualität,

lebet und leistet, herzlos und kühl,

testet und tastet, erntet und sät,

heult und verzweifelt mit größtem Gefühl.

 


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Geschrieben von IhreUnheit [Profil] am 12.03.2012

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