>
Gedicht drucken


Borderliner

Du schaust auf den Regentropfen
der wie eine Träne die Scheibe herabfließt
sich den anderen Wassertropfen anschließt
beruhigt ein wenig dein Herzklopfen
und du genießt
wie sich in dir die Leere ausbreitet
die Enge in deiner Seele aufweitet.

Lehnst die Stirn ans kalte Fenster
sehnst dich fort von den Gespenstern
die dich in den Tagträumen suchen
nach dir auf der anderen Seite rufen.

Die Sonne scheint nicht mehr für dich
sie meint es sei zu schwer angeblich
sie weint zu sehr
um dein Schicksal auf das sie einen kurzen Blick stahl.

Drum ist die Welt ganz blass und farblos
dein Sinn für Freude und Spaß vernarbt bloß
mit der Zeit
wurdest du entzweit.

Du lebst nicht, du bist einfach nur ständig da
Ein Objekt, das nie lebendig war
- stocksteif und elendig starr
in der Zeit und im Raum steht
und einfach nicht weitergeht.

Zwischen den Welten auf dem schmalen Grat
entlang dem entstellten und kahlen Pfad
läufst du in Spiralen um die Qualen,
balancierst, um nicht in die Leere zu fallen.

Nichts hat wirklich einen Sinn
zwischen Ende und Beginn
liegt lumpig die Folge von Geschehnissen
die nichts, aber gar nichts von der Idee wissen
dass alles einen „höheren Zweck“ hat, der auf die Geschichte kleckert.

Drum gehörst du zu denen, die sich selbst ablehnen
die sich vor der Taubheit schützen
indem sie das Klischee sich ritzen
die wissen
dass Gespräche und Spritzen nichts nützen
weil sie sicher in der Zelle aus Gleichgültigkeit sitzen.

Nur ein Mensch kann dir helfen, dich vom Schmerz befreien
kann dir den Dreck aus dem Herz schreien
suche ihn und lass ihn dich finden
bevor die letzten Brücken verschwinden
du das Leben nicht schätzt
und zuletzt

dich verrennst, nicht mehr kämpfst
und seine Schönheit nicht mehr kennst.


Avatar Kein Bild

Geschrieben von voxpoetry [Profil] am 16.09.2011

Aus der Kategorie



Logo Creative Commons
Dieses Werk ist durch die Creative Commons Lizens geschützt. Bitte bachte die Rechte

Dieses Gedicht oder ein Kommentar enthält anstößige Wörter oder Beleidigungen?

Tags (Schlagwörter):

Noch keine Tags vorhanden. Wenn du dieses Gedicht geschrieben hast, kannst du selber Tags hinzufügen.

Bewertungen

4 Punkte
Punkte: 14 bei 3 Bewertungen. Das Entspricht im Durchschnitt 4.67 Punkte
(Punkte können mit einem neuen Kommentar vergeben werden.)

Anzahl Aufrufe: 5340


Dieses Gedicht teilen


Kommentare und Punkte zu diesem Gedicht

Es sind noch keine Kommentare vorhanden. Bitte schreibe dem Autor wie du den Text findest

Kommentar schreiben und Punkte vergeben

Bitte melde dich ganz oben auf der Seite an um einen Kommentar zu schreiben und Bewertungen zu vergeben

Andere Gedichte von voxpoetry

ich wei nicht...
Schneewittchen
das Leben ist
Ich bin
Du (Kitsch)

Die beliebtesten Gedichte:

Unausweichlich Tod
Kraniche
Verwirrte Worte
Im Regen
Wer Sehnsucht kennt...
Fluch(t) der Trume
Still und bescheiden
Panthers letztes Schriftstck
Der Mittag
Am Abend danach

Die neusten Gedichte:

Leben
Der Lebkuchenmann
Weihnacht
Soultouch
Weinachten
Kerze
Schwarze Rose
Warum
Zwiespalt
Rückblick

Oft gelesene Gedichte:

Ich liebe Dich mein Schatz
Danke an unsern Lehrer!!
Was ich meinen Kindern immer mal sagen wollte...
Fr meine Schwester
An meine liebe Frau
Fr meinen Schatz
Ich Denke an Dich...
Hab Dich Lieb Mama
Fr mein Schatz
Meine Oma