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Maximilian von Sanduhr und seine Rosalinde de Rosé (Kurzgeschichte)

Rosalinde so warte doch“ schrie ich als ich ihr nach rannte. Meine einzige Geliebte. Mehr oder weniger! Aber mal ehrlich wenn du alle haben kannst warum auf eine beschränken?

Wie oft den noch. Ich bin Rose und auf jemanden wie dich werde ich gewiss nicht warten.“ Sie rannte einfach weiter. Geradewegs in die Nebelwand, die mitten auf den Wiesen Irlands auftauchte. Nicht weiter ungewöhnlich. Schon gar nicht um die Jahreszeit. Es war Winter. Tiefer Eiskalter Winter der sich in Dunkelheit hüllte und doch rannte sie weiter, nur bekleidet von einem Satinnachthemd. Ich rannte ihr nach aber sie brachte immer mehr Abstand zwischen uns. Was hatte ich getan. Wenn ich doch die Zeit zurückdrehen könnte. Dabei war doch vorhin alles so friedlich gewesen.

Wir hatten am Mittag besprochen das sie zum gemeinsamen Mahl auf mein Schloss kommen würde.

Ich Herzog Maximilan von Sanduhr würde zu Abend essen mit Rosalinde de Rosé. In gewisser Hinsicht hatte ich neben ihr noch 2 andere Frauen. Obwohl es sind drei. Meine Köchin, meine Dienerin – man war die gut in der Antilopenstellung. Mist des gehört hier nicht her - und meine Mutter. Streng wie der Hausdrache von Rapunzelsturm persönlich, gefährlicher als Loch Ness, feuerspuckender als jeder Drache den ich kenne. Das beschreibt sie ganz gut. Streng zusammen gemachtes Haar und ein Geruch von Mottenkugeln machten sie aus. Sogar 10 km entfernt wusste man was einen erwartet.

Aber egal um meine Mutter geht es hier nicht. Nein es geht um meine Geliebte Rosalinde de Rosé. Wie gesagt an dem Abend da wollten wir essen und ich zog meinen besten Anzug an, meine Köchin kochte das beste Essen und meine Mutter? Die schickte ich in die beste Oper. So war sie schon aus dem Weg. Rosalinde hatte ein wunderschönes blaues Kleid an. Eisblau, bodenlang, tailliert, und umwerfend aufreizend. Einfach Himmlisch.

Das Essen war vorzüglich und dann machte ich den wichtigsten Schritt in meinem Leben. Ich hielt um ihre Hand an und wie Gott es vorgesehen hatte sie sagte ja. Wir tanzten, tranken Wein und feierten unsere Verlobung auch im Bett. Wenn man versteht was ich meine. Und dann kam das was mir zum Verhängnis wurde. Eine einfache Frage. „Schatz sag mir doch, hattest du jemals mit einer Frau Sex die ich kenne?“ und ich antwortete „Ja“ „Wer war es?“ „Ich will ehrlich sein, meine Dienerin“ Ihre Augen riss sie auf und sie sprang aus dem Bett und zog sich das Satinnachthemd über und rannte los. Und das war ja der Anfang unserer Geschichte.

In den nächsten Tagen erfuhr ich dann was daran mein Verhängnis war. Die Dienerin war ihre Schwester. Ihre Halbschwester und das wusste ich nicht. An sich wäre das nicht so schlimm gewesen, wenn nicht gerade ihre Halbschwester jedes mal zu ihr kam nachdem wir Sex hatten und ihr vorschwärmte wie toll doch ihr neuer Liebhaber sei. Dumm nur das das neben Rosalinde gelaufen war und nun wusste sie alles und verzichtete natürlich auf die Hochzeit. Ja so habe ich mir mein eigenes Grab geschaufelt. Ich Maximilian von Sanduhr hab in einer Nacht Rosalinde de Rosé auch genannt verloren. In Nebelschwaden und Dunkelheit wurde sie verschluckt. Und einzig allein meine Dummheit und meine Triebe waren mein Verhängnis.


Avatar Leopardin

Geschrieben von Leopardin [Profil] am 24.04.2011

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Kommentare und Punkte zu diesem Gedicht

 ill_felix 25.04.2011, 13:55:39  
Avatar kein BildEcht gut gelungen :) Dein Schreibstil gefällt mir sehr gut! 5 pkt

 Leopardin 25.04.2011, 23:25:42  
Avatar Leopardindanke das war nur so eine kleine Schreibübung zum Zeitvertreib :)

 Grenzenlos 28.04.2011, 12:59:42  
Avatar GrenzenlosHallo, liebe Christine! Ich habe ja nun schon einige deiner Geschichten gelesen, und ich mag sie immer mehr! Du hast so eine großartige Fantasie und einen ansprechenden, fesselnden Stil! wirklich gut! 5!!!!! Ganz liebe Grüße!

 Leopardin 28.04.2011, 19:05:19  
Avatar LeopardinDanke auch an euch beide Mama Mia und Grenzenlos. Es freut mich wieder von euch zu hören :) Besonders da euch das gefällt was ich hier fabriziere

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