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Tanz des Lebens

,Tanz des Lebens                                                                           von monika koch

 

Ich höre Musik

sanft lockt sie mich an,

ich erliege ihrem Rhytmus

es berauscht mich ihr Klang.

 

Ich tanze, mir ist,

als tanz ich das Leben,

die Menschen um mich,

waren noch ebeb, so nah,

nun ist alles mir entrückt.

 

Taumelnd umschreib ich 

den Wechsel des Lebens:

laß mich treiben,

strebe vorwärts,

irr ab vom Wege,

seh mich verlieren

und gewinnen,

die Freunde suchen

dem Feind entrinnen.

 

Mein ganzer Körper ist Musik

mein Herz pulsierendes Leben,

in meinen Adern wallt das Blut,

es hüllrn mich die Töne ein

mein Geist entschwebt ins Sein -

 

wo bin ich nur ,

bin ich allein?

Ernüchtert  erwach ich

einen Augenblick,

doch erneut reißt Musik

sanft, gewaltig mich mit.

 

Verlangend seh ich mich

die Liebe suchen:

bittend - bettelnd

verzweifelnd - fluchend

wünsche ich Geborgenheit,

erhoffe mir Glück,

von des Lebens Wonnen

ein kleines Stück.

 

Soll ich denn erzwingen

der Liebe Segen?

Will wirklich niemand

mir Wärme geben,

nur einen Strahl

vom Sonnenschein:

Muß ich denn immer einsam sein?

 

Ich schau mich um,

werde langsam klar,

wie schön, es sind ja Menschen da,

ob mich von ihnen jemand mag,

ob ich sie einfach einmal frag?

 

Doch wieder erfassen mich

sanfte Klänge und neuer Töne

wiegendes Wallen:

noch einmal 

will ich ihnen verfallen,

noch einmal

soll Musik mich in ihre Arme nehmen,

selbstvergessen und entrückt

will ich mit ihr entschweben.

 

Nun erfaßt mich leise Melancholie

gelöst läßt sie mich gleiten:

alles wird still - tot-

nein , nun erklingt ein Reigen

wirbelnder Trommelschläge,

ganz leis noch, nun schwellen sie an

werden heller, lauter, schneller,

sie erfassen mich 

reißen mich mit,

will nicht, kann mich nicht wehren,

weil wie in Extase mich erfaßt

ein willenlos Gebärden

und mir der Töne mächtiger Klang

erschüttert Mark und Seele.

 

Bis endlich , langsam

Schlag um Schlag

sich dämpfen die wilden Töne

und sich befreiend erholen kann

meine aufgeregte Seele.

 

                    Göttingen  1979

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Geschrieben von monika [Profil] am 12.11.2016

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