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Mir ist grad schlecht von dem Ganzen. Es ist irrsinnig schwer, in diesem System sich frei zu entfalten. Es macht mich traurig. Macht mich traurig, dass die Menschen so ticken wie sie ticken. Es enttäuscht mich. Die Trauer sieht man mir leicht an.

Es macht mich echt demütig, das alles so zu sehen. Es gibt so viele Scharlatane da draußen.

So viel Unmut, der sich überall breit macht.
Die Menschen haben vergessen ….vergessen auf ihre wahren Werte zu hören. Sie geben oft vor, glücklich zu sein. Sie sind es aber nicht.

Sie leben eine Farce. Sie leben etwas, dass sie Wohlstand nennen.

Aber die inneren Werte verrohen darin mehr und mehr.

Es ist nicht das Kapital, das sie haben, es ist das Kapital, das sie hat. Das Kapital besitzt mehr und mehr die Menschen.

Anstatt die Menschen das Kapital besitzen. Sie verlieren sich in den Dingen.

Und werden dabei selbst zum „Ding“. 
Sie denken sie verstehn wie das Leben funktioniert. Aber in Wirklichkeit funktionieren sie nur für den Zweck.

Den Zweck der Mittel. Sie funktionieren für das System, sehen darin aber nicht wie es sind einengt.

Und kaum wird so etwas wie „Einengung“ wahrgenommen, wird es schnell verdrängt.

Sie wollen gar nicht genau hinsehn. Weil sie Angst haben, die Wahrheit darin zu erkennen. 
Sie haben Angst vor ihr, deswegen lenken sie sich ständig mit sinnlosen Dingen ab.

Wie surfen, trinken, labern. Sie merken nicht wie furchtbar leer sie eigentlich schon sind.

Und so versuchen sie diese Leere mit Dingen zu füllen.

Ein neues Handy, ein neues Auto, eine neue Konsole.

Hauptsache sie halten sich beschäftigt, damit sie nicht den inneren Konflikt ihn ihnen wahrnehmen, der in gegensätzlicher Wechselwirkung mit dem Äußeren steht.

Verkümmerung ist das, was die Gesellschaft zelebriert.

Verkümmerung der inneren Werte.

Die sie nicht nach außen bringen wollen. Eben aus Angst, aus Angst davor aus dem Schema Null zu fallen.

Das Schema Null ist jenes Schema, welches die Dinge, das Leben das sie leben und in dessen Strukturen sie sich entfalten, Leere in sich birgt. Eine Leere soll durch eben eine andere dergleichen Leere gefüllt werden. So entsteht eine Leere in der Leere. Dadurch wird die Distanz zum innersten Kern der Menschen immer mehr entkoppelt.

Man spaltet die innersten Werte ab. Und überspielt sie mit Lächerlichkeiten, wie dem Konsumrad. Das sich ständig dreht. Und immer mehr dreht. Bis es gestoppt werden sollte.

Aber bis dato wird es das nicht.

Es dreht sich froh und munter weiter.

Keiner soll merken, wie schwindlich es eigentlich schon ist. Wie der Schwindel sie mehr und mehr zu dem hin führt, was ich Depression nenne. Oder Burn-Out.

Oder eben Krebs.

Krebs ist auch nur ein Zeichen von Abspaltung.

Abspaltung von etwas Nicht-Beachtetem. Sie verdrängen es. Und drängen es somit indirekt weg von ihnen. Bis es sich verhärtet. Und sich als etwas Klumpiges, schon totes und verlorenens Etwas breit macht.

So zelebrieren wir einen Zustand.

Einen Zustand, den es nicht würdig ist zu zelebrieren.

Nur noch mehr Leere kann die bereits bestehende Leere verdrängen. Nur noch mehr stumpfen Konsums kann dem entgegenhalten. Bis die schizo-typische Abspaltung erfolgt.

So spalten wir auch jene Menschen von uns ab, die sensibel sind. Die noch etwas Funke Hoffnung des Ganzen in sich tragen.

Auch sie werden abgespalten, weil eben schon ihrer eignen Anteile darin abgespalten wurden.

 

...so werden sensible Ebenen nicht mehr wahrgenommen, so wie sie in den Menschen drin herrschen.

 

Alles Sensible verkümmert dadurch. Die Menschen nennen das oft „Erwachsen werden“.

Was eigentlich nur eine Verkümmerung innerer Werte darstellt, und eben die Akzeptanz dessen.

Sie denken in Schachteln, glauben man könne den Menschen in ein biochemisches System einordnen. 
Alles berechenbar bis ins kleinste Detail. Funktionieren soll ja der Mensch, wie eine Maschine.

Und was wäre eine Maschine, wenn man sie nicht planen könnte?

Vieles was nicht geplant werden kann........was nicht geplant werden kann macht den Menschen Angst. Es bereitet ihnen Unsicherheit.

Deswegen lieben sie so die Technik.

Denn man kann so wundervoll mit ihr planen. Und so werden sie selber auch mehr und mehr zu dem, was die Maschine ausmacht. Sie werden planbar. 
Sie fügen sich den meisten Strukturen unter, seien sie noch so kalt. Sie lieben dies, lieben dies zu kalkulieren.

Nur die Gefühle.....nur die Gefühle....

 

Nur der innere Strom des fließendem Etwas in uns, dieser Strom lässt sich nicht kalkulieren. 
Oder programmieren. Er ist gegeben.

Und in jedem Augenblick unseres kurzen Seins hier wird er neu ausgegeben.

 

 

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Geschrieben von kainzal [Profil] am 13.10.2015

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Tags (Schlagwörter):

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