Das Pflegekind.War nur ein armes Pflegekind,
geduldet nur auf Erden.
Die Sonne, Wolken und der Wind
waren meine Spielgefährten.
Und wurd`die Sehnsucht dann zu groß
baut`ich mir meine eig`ne Welt.
Meine Bettstatt war mein Schloß,
meine Armut war mein Geld.
Ich träumt`, ich wär ein Königssohn,
mit prächtigen Gewand.
Der Baumstumpf, ja, der wär`mein Trohn,
die weide wär mein Land.
Niemand durfte mich mehr schlagen,
denn nun war ich der große Herr:
Fahr mit einen gold`nen wagen,
der Teich der wär mein großes Meer!
Alle, die mir Böses wollten,
gabs nicht mehr in meiner Welt.
Alles Gute wurd vergolten,
und das böse Sein zerfällt!
War nur ein armes Pflegekind,
doch die Narben, ja, die blieben.
Weiß nicht, wieviel mir wohlgesinnt-
Weiß nicht, wieviel mich lieben!
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Geschrieben von Grenzenlos [Profil] am 20.01.2010 16:29:16
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