Gedicht drucken


Die zarte Nacht

Unsere Schicksale haben sich gekreuzt,
von magischen Kräften getrieben,
sprach ich die rabenschwarzen Worte
und plötzlich begann auf der Sternenwiese
der Tanz jener wilden Gefühle, die in
gelblicher Farbe im Stroh endete.
Es flog ein Sommergeruch durch
die Nacht, es wehte ein Birkenwind
in deine Matratzen, in Decken gehüllt
mein Traum, unser Traum -
Ich habe alle Zimmer abgesucht,
das Licht nicht gefunden, im Dunkel
verschob sich der Himmel, aus dem
Stallgeruch beim Vogelschrei lagen
die Hände auf dem Tisch, bereit zu
falten, das Tuch, das Totentuch.
Im Irrwitz kontrollierter Atmung
verzogen sich Schock und Angst,
Deine Stimme, deine Stimmung
lag auf dem Regal, nur eine Weile,
dann wurden wir müde und legten
unsere Köpfe ins Federkleid, sangen
das fragende Lied, von Abschied
und der einbrechenden
Mitternachtsstunde.
Ein Wunde bricht auf,
die Rosenblätter
schließen
sich.

 

 

 

 

 


Avatar Volker Harmgardt

Geschrieben von Volker Harmgardt [Profil] am 17.05.2017

Aus der Kategorie Liebesgedichte



Logo Creative Commons
Dieses Werk ist durch die Creative Commons Lizens geschützt. Bitte bachte die Rechte

Dieses Gedicht oder ein Kommentar enthält anstößige Wörter oder Beleidigungen?

Tags (Schlagwörter):

schicksal, kraft, Gefühle, Sommer, Wind, Traum

Bewertungen

5 Punkte
Punkte: 5 bei 1 Bewertungen. Das Entspricht im Durchschnitt 5.00 Punkte
(Punkte können mit einem neuen Kommentar vergeben werden.)

Anzahl Aufrufe: 271


Dieses Gedicht teilen


Kommentare und Punkte zu diesem Gedicht

 Soléa 20.05.2017, 07:30:41  
Avatar SolaInnige, tiefe Zeilen, die Gedanken wandern lassen. Liebe Grüße Soléa

Kommentar schreiben und Punkte vergeben

Bitte melde dich ganz oben auf der Seite an um einen Kommentar zu schreiben und Bewertungen zu vergeben

Andere Gedichte von Volker Harmgardt

Menschs(ch)ein
Über Klangbrücken
In`s Seemannsgarn
Atrium der Rosen - Ein Haiku -
Die Farben des Himmels im Mai
Wir abgenabelt
Wenn....
Im Sonnenaufgang - ein Haiku
Gedankenspiele - ein Haiku

Die beliebtesten Gedichte:

Unausweichlich Tod
Er liebte mich einfach nicht
Kraniche
Im Regen
Verwirrte Worte
Wer Sehnsucht kennt...
Fluch(t) der Träume
Panthers letztes Schriftstück
Die zwei Hälften
Der Mittag

Die neusten Gedichte:

Blitze zucken
Warum nur
Blinde Wut!
Mein Freund!
Welt-Traum
Im Glanz
Wahre Gefühle
Die Welt
Jahre vergehen
Hilfe

Oft gelesene Gedichte:

Ich liebe Dich mein Schatz
Danke an unsern Lehrer!!
Für meine Schwester
Für meinen Schatz
Was ich meinen Kindern immer mal sagen wollte...
An meine liebe Frau
Hab Dich Lieb Mama
Ich Denke an Dich...
Für mein Schatz
Meine Oma